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24.03.26
Veranstaltung beim BVMW in Karlsruhe

Gestern Abend beim "Der Mittelstand",  BVMW Nordbaden-Rhein-Neckar in Karlsruhe. Danke für die Einladung und den offenen Austausch.

 

Die Stimmung in den Design Offices war gut. Die Leute waren bei der Sache. Es wurde wirklich zugehört. Und an ein, zwei Stellen kam dieser Impuls, KI zu verteidigen. Fast automatisch mittlerweile in so vielen Runden.

 

Ich habe kurz gestutzt. Ich hatte an keiner Stelle gesagt, dass KI das Problem ist.Ich arbeite selbst ständig damit. Ich weiß, wie schnell man sich daran gewöhnt. Du gibst etwas ein und bekommst sofort etwas zurück, das passt.

Gestern habe ich zwei Liebesbriefe gezeigt. Beide waren glatt und so formuliert, dass sie keinen stören. Im Raum wurde es kurz ruhig. Später die legendäre Trapattoni-Rede. Diese Unruhe in der Sprache, dieses Unfertige. Ich liebe sie.

 

Und dann die geglättete Version. Da war noch Inhalt. Aber nichts, was bleibt.
Genau das begegnet mir im Moment ständig.

Ich lese viel von Unternehmerinnen und Unternehmern. Und oft bin ich schnell wieder raus. Ich merke, wie ich weiter scrolle und schon nicht mehr sagen kann, von wem der Text war. Früher ging das anders. Ein paar Zeilen haben gereicht und du hattest ein Gefühl für den Absender. Heute verschwimmt das.

Bei mir geht das schnell. Da ist ein Gedanke, der eigentlich steht. Und dann fange ich an, ihn zu bearbeiten. Ich nehme etwas raus. Ich mache ihn runder. So lange, bis er gut klingt. Und nichts mehr auslöst.

Am Ende bleibt genau das übrig, was ich gestern gezeigt habe. Texte, die niemanden stören. Und die deshalb auch niemanden erreichen.

Wenn ein Satz niemandem wehtut, gehört er meistens auch niemandem.

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